Rock ’n‘ Roll Legende Fats Domino ist tot !

Fats Domino (1977)
Fats Domino (1977)

Der amerikanische Sänger, Songwriter, Pianist und Pionier des Blues und Rock ’n’ Roll starb im Alter von 89 Jahren am 24. Oktober 2017 im Kreise seiner Familie und Freunde.

Der internationale Durchbruch gelang ihm 1955 mit „Ain’t that a shame“ und 1956 mit „Blueberry Hill“.

Fats Domino (1977)

Antoine „Fats“ Domino Jr. wurde am 26. Februar 1928 in New Orleans geboren. Er verstarb am 24. Oktober 2017 in Harvey, Jefferson Parish.

Beinahe wäre es nichts geworden mit der großen Pianokarriere des fülligen Antoine „Fats“ Domino Jr. aus New Orleans.

Fats Domino lernte das Klavierspielen von seinem Schwager Harrison Verrett. Bei einem Arbeitsunfall in der Fabrik, in der er bereits mit 14 Jahren arbeitete, hätte er beinahe seine Finger verloren. 1948 heiratete er seine Jugendfreundin Rosemary Hall, mit der er acht Kinder großzog.


Der Beginn, die erste Plattenaufnahme und der erste Millionenseller:

Fats Domino, der sein Klavier im Boogie-Stil bearbeitete, wurde 1949 von dem Produzenten und Bandleader Dave Bartholomew, einem ehemaligen Trompeter bei Duke Ellington, in einem Club in New Orleans entdeckt, wo er für drei Dollar in der Woche auftrat.

Bartholomew verschaffte ihm seine erste Plattenaufnahme, „The Fat Man“, die sich nach ihrer Veröffentlichung im Januar 1950 zu einem der ersten Millionenseller des Rhythm & Blues entwickelte und in den R&B-Charts den zweiten Platz erreichte.

Der Titel war selbstironisch zu verstehen, denn Fats (d.h. „der Dicke“) brachte schon damals erhebliches Übergewicht auf die Bühne.

Diese erste Single brachte Domino bereits den Durchbruch und war der Beginn einer mehr als zehnjährigen Plattenkarriere bei Imperial Records, deren Aufnahmen fast ausnahmslos in Cosimo Matassas Tonstudio in New Orleans stattfanden.

Die erfolgreichste Phase für Fats Domino waren die 1950er-Jahre, als er in Zusammenarbeit mit Dave Bartholomew und Lew Chudd, dem Chef der Plattenfirma Imperial, eine lange Liste von Hits komponierte und interpretierte.


Der endgültige internationale Durchbruch in der legendären Ed Sullivan Show:

Der endgültige Durchbruch gelang ihm 1955 mit „Ain’t that a shame“ und 1956 mit „Blueberry Hill“, das er in der legendären Ed Sullivan Show im US-TV erstmals aufführte und das zum größten Hit seiner gesamten Karriere avancierte.

Weitere Hits waren beispielsweise „I’m in Love Again“, „I’m Walking to New Orleans“, „My Blue Heaven“, „Blue Monday“ und „Whole Lotta’ Loving“. Das auch sehr bekannte „Jambalaya“ war das Cover eines Country-Songs von Hank Williams.

Mit „Blue Monday“ trat er in der Hollywood-Komödie Schlagerpiraten auf. Weil die aus New Orleans ausgestrahlten Radio-Sendungen mit ihren häufig gespielten Domino-Titeln auch auf Jamaika empfangen werden konnten, hatte Fats Domino erheblichen Einfluss auf jamaikanische Musiker, deren Stil sich damals gerade entwickelte.


Nachlassender Erfolg ab Mitte der 1960er Jahre:

Da sich seine Ausdrucksweise kaum veränderte und Gruppen wie Beatles und Rolling Stones das Geschäft bestimmten, ließ Dominos Schallplatten-Erfolg ab Mitte der 1960er Jahre nach. Letzter erwähnenswerter Erfolg war die Coverversion des Beatles-Stückes „Lady Madonna“ im Jahr 1968.


Bis in die 1990er Jahre als Live-Künstler gefragt:

Als Live-Performer aber war er bis in die 1990er Jahre gefragt, auch auf Tourneen in Deutschland.

Der 1957 herausgebrachte Song „I’m Walkin’“ wurde 1991 in einer Aral-Werbung verwendet und kam dadurch nochmals in die deutsche Hitparade.

Fats Domino steht in einer Reihe mit Rock ’n’ Roll-Legenden wie Little Richard und Chuck Berry.


Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame und Blues Hall of Fame:

Domino wurde 1986 in die Rock and Roll Hall of Fame und 2003 in die Blues Hall of Fame aufgenommen.

Er wird uns fehlen.


Fats Domino (1977)
Fats Domino (1977)

Quelle: Wikipedia

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