Die Schlager- und Country-Sängerin Renate Kern verstarb vor 27 Jahren

Renate Kern - "Lieber mal weinen im Glück" -Bildquelle: Bear Family Records
Renate Kern - "Lieber mal weinen im Glück" -Bildquelle: Bear Family Records

Die deutsche Schlager- und Country-Sängerin verstarb vor 27 Jahren am 18. Februar 1991.

Bekannt wurde Renate Kern vor allem durch das Lied „Lieber mal weinen im Glück“ (1963).

Renate Kern - "Lieber mal weinen im Glück" - Bildquelle: Bear Family Records

Renate Kern wurde am 23. Januar 1945 in Tann/Rhön geboren. Sie starb am 18. Februar 1991 in Hoyerswege/Ganderkesee, Niedersachsen unter traurigen Umständen.

Mit bürgerlichem Namen hieß sie Renate Hildebrandt, geb. Poggensee. Sie trat auch unter den Künstlernamen Nancy Wood und Nathalie de Navarre in Erscheinung.


Renate Kern war die Tochter eines Raketentechnikers. Die während eines Schüleraustausches 1962 in den USA geknüpften Beziehungen zu Funk und Fernsehen bewogen Renate Kern, ihren ursprünglichen Berufswunsch – Lehrerin – aufzugeben.

Von Werner Last alias Kai Warner, dem Bruder von James Last wurde sie entdeckt.

Renate machte die Sängerin mit der tiefen Stimme schnell Karriere, meist mit Texten, die Mut machten oder Ratschläge gaben. Von 1965 bis Mitte der 1970er Jahre stand sie bei der Plattenfirma Polydor unter Vertrag.


Die ersten Singles erschienen im Jahr 1965:

Ihre ersten Singles erschienen 1965 und platzierten sich auf Anhieb in den deutschen Charts: „Kiss and Shake“ (Platz 35) und „Du bist meine Liebe“ (Platz 39). Mit „Lieber mal weinen im Glück“ feierte sie 1968 ihren größten Hit (Platz 10).

„Du musst mit den Wimpern klimpern“ (1968, Platz 30), „Lass doch den Sonnenschein“ (1969, Platz 18), „Lieber heute geküsst“ (1969, Platz 30) und „Alle Blumen brauchen Sonne“ (1970, Platz 27) zählen ebenfalls zu ihren großen Erfolgen.

Mit „Alle Blumen brauchen Sonne“ konnte sie 1970 den zweiten Platz beim Deutschen Schlager-Wettbewerb in Mainz erreichen.

Nach einigen weiteren Erfolgen in den Hitparaden, Fernsehauftritten und Tourneen stagnierte ihre Karriere Anfang der 1970er Jahre, und ihr Stern sank gegen Ende des Jahrzehnts unaufhörlich. Ihre letzte Hit-Notierung in den deutschen Single-Charts stammt aus dem Jahre 1974 („Wenn du gehst“).

Zu diesem Zeitpunkt hatte sie die Plattenfirma Polydor verlassen und einen Vertrag bei BASF unterzeichnet. Hier erschien eine ganze Reihe von Singles, doch auch hier wollte sich kein Comeback einstellen. 1976 sang sie unter dem Namen Nathalie de Navarre auch in Französisch.


Vom Schlager zum Country mit neuem Künstlernamen:

1981 wechselte Kern nicht nur das Genre – vom Schlager zum Country – sie legte sich auch einen neuen internationalen Künstlernamen zu: Nancy Wood.

In den USA veröffentlichte sie bei der kleinen Plattenfirma Montage das Lied „Imagine That“, das von den bekannten Country-Songwritern Byron Hill und J. Remington Wilde geschrieben wurde

Der erhoffte große Durchbruch gelang ihr damit zwar nicht, jedoch ein Achtungserfolg, denn als einzige deutsche Sängerin nach Tina Rainford (Silver Bird, 1976) schaffte sie den Sprung in die amerikanischen Country-Charts (1981, Platz 79, vier Wochen platziert). Obwohl das Interesse der Amerikaner danach rapide nachließ, blieb Kern dem Country-Genre bis zu ihrem Lebensende treu.

1983 erschien in Deutschland eine Doppel-LP mit dem Titel „Imagine That“. Im Jahr darauf wählte das niederländische Country-Magazin Gazette sie zur besten europäischen Countrysängerin. Bei Radio Bremen moderierte sie außerdem die Sendung Nancy’s Country Drive-In und gab zahllose Konzerte.


Depressionen und ihr Tod:

Ab Ende der 1980er Jahre begann sie zunehmend an Depressionen zu leiden. Am 18. Februar 1991 fand man sie erhängt in ihrem Haus. Ihre letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Neuen Friedhof in Rostock.


Renate Kern - "Lieber mal weinen im Glück" - Bildquelle: Bear Family Records
Renate Kern – „Lieber mal weinen im Glück“ – Bildquelle: Bear Family Records

Quelle: Wikipedia

 

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